Schwämme sind eine uralte Gruppe von Tieren, die sehr erfolgreich seit über 600 Millionen Jahren fast alle aquatischen Milieus besiedeln. Claire Larroux, derzeit Humboldt-Stipendiatin im Labor für molekulare Paläobiologie, ist Ko-Autorin einer Veröffentlichung in der renommierten Zeitschrift Nature die das erste jemals sequenzierte Schwamm-Genom vorstellt. Das Genom dieses Schwammes, Amphimedon queenslandica, ist überraschend ähnlich zu anderen bisher sequenzierten tierischen Genomen in Inhalt, Struktur und Organisation und verrät viel über den Ursprung der Vielzelligkeit, sowie über den Ursprung von Genen die an der Bildung von Krebs beteiligt sind.
[mehr]
Das Paläontologische Museum München zeigt vom 26. Juli 2010 bis zum 30. Juni 2011 seine neue Sonderausstellung „Zähne“, in der weithin unbekannte Aspekte aus der mehr als 500 Millionen Jahre langen Entwicklungsgeschichte der Zähne präsentiert werden. In der Ausstellung finden sich unter anderem Zähne und Gebisse von Wirbeltieren wie Haien, Dinosauriern und Säugetieren, aber auch die zahnartigen Organe wirbelloser Tiere. Die Stücke stammen aus den Beständen der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie in München und wurden in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Paläontologie und Geobiologie der LMU sowie dem GeoBio-CenterLMU ausgewählt.
[mehr]
Bisher beschränkten sich die fossilen Nachweise von Horndinosauriern, die so genannten Ceratopsia ausschließlich auf die Obere Kreidezeit Ostasiens und des westlichen Nordamerikas. Wie ein internationales Forscherteam einschließlich Richard J. Butlers, Paläontologe an der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie, München, diese Woche in der Zeitschrift Nature berichtet, wurde nun eine neue Ceratopsia-Art aus der Oberen Kreidezeit im heutigen Ungarn entdeckt. Dies belegt eine weitaus weitere geographische Verbreitung von Horndinosauriern als bisher angenommen.
[mehr]